filmen & fotografieren mit der drohne

dronespotter

  • Professionelles Filmen mit der Drohne
    Die heutigen Dokumentarfilme und Spielfilme wären nicht mehr machbar ohne den Einsatz von Drohnen. Einmalige Naturaufnahmen bis hin zum Flug durch die Gletscherspalte; Drohnen sind in heutigen Produktionen nicht mehr weg zu denken. Der Ostschweizer Berufsfotograf Stefan Forster zählte zu den ersten Berufsfotografen Europas, welche die Drohne vor 8 Jahren für seine Zwecke einsetzte. Während den ersten Jahren spezialisierte sich Forster rein auf die Fotografie, denn die neue Perspektive war so einzigartig, dass die Bilder auch schon ohne Bewegung faszinierten. Trotz der damals hohen Anschaffungskosten von knapp CHF 30’000.- war die neu gewonnene Flexibilität unbezahlbar. Obschon die Technik damals viel Geld kostete, war es vor acht Jahren nur sehr umständlich möglich, die Kamera der Drohne vom Boden aus zu steuern. Zudem verfügten die knapp 2 Kilogramm schweren Akkus über solch hohe Kapazitäten, dass man sie nicht mit dem Flugzeug transportieren durfte. Mit der Einführung der ersten portablen Drohnen wie der Phantom oder später der Mavic verbesserten sich die Logistik und Portabilität unglaublich. Plötzlich waren Drohnen ein Consumer-Produkt, dass bald schon zur Ausrüstung eines jeden Fotografen zählte. Fotografien aus der Luft wurden dank den Sozialen Netzwerken und der schieren Menge an Bildern schnell alltäglich und der Wow Effekt blieb aus. Aufgrund dieser Entwicklung und auch wegen der kleinen, portablen 4K Lösung entschied sich Forster fortan vermehrt mit der Drohne zu filmen. Doch viele Fotografen, so auch Forster unterschätzen den Anspruch den der Film mit sich bringt. Wo eine Fotografie alleine durch einen guten Bildaufbau und ein gutes Licht fasziniert gehört beim Film viel mehr dazu. Beim Film braucht es ein Konzept, einen roten Faden, eine Story und vor allem eine Bewegung. Es reicht nicht, die Drohne in sicherer Höhe in gerader Linie über einen Wasserfall zu bewegen.
  • Tipps beim Filmen mit der Drohne
    Beim cinematographischen Drohnenfliegen geht es darum, viele Bewegungen parallel und gleichmässig zusammen zu führen. So fasziniert ein Schwenkflug um einen Eisberg, der nur wenige Centimeter an dessen Spitze vorbeiführt viel mehr als ein Flug auf 120 Metern Höhe, der nur in eine Richtung geht. Stefan Forster geht sogar noch einen Schritt weiter und nimmt von jedem Sujet, welches er in seine Bibliothek aufnehmen möchte, gleich mehrere Bewegungsrichtungen. Einmal rückwärts mit Kamera nach unten, einmal ein schneller Schwenkflug von Links unten nach oben Rechts, einmal gerade aus mit ansteigender Höhe und parallel sinkender Kameraführung, etc. Der Grund dafür ist die Vielfalt im darauf folgenden Schnitt. Nur wer von allen Objekten verschiedene Flugrichtungen zur Verfügung hat, kann am Ende auch einen abwechslungsreichen Film präsentieren, bzw. sein Footage verkaufen. 

    Generell kann man auch sagen, dass beim Filmen die selben Bildaufbauregeln gelten wie beim Fotografieren. Vordergrund macht Bild gesund. Einmal ungeachtet der Legalität stören sich viele Drohnenpiloten daran, dass die meisten Drohnen eine maximale Flughöhe von 500 Metern erreichen können. Viele vergessen, dass sich vor allem beim Film eine grosse Höhe als überaus unnütz erweist. Je weiter weg die Drohne vom Vordergrund umso weniger die Wirkung der Bewegung. Je näher dran umso grösser die Parallaxenverschiebung zwischen Vorder- und Hintergrund und umso besser der Effekt. Entscheidend ist auch die Geschwindigkeit. Abhängig von der Framerate (Bilder pro Sekunde) und der Bewegungsrichtung darf die Geschwindigkeit nicht zu hoch sein. Ebenfalls ist es beim Filmen zwingend notwendig, die Verschlusszeit immer auf dem Doppelten Wert der Framerate zu halten. Beispiel: PAL 25 Bilder pro Sekunde / hier muss die Verschlusszeit 1/50 Sekunde betragen. Bei 30P 1/60 Sekunde. Um dies zu erreichen muss man den geeigneten ND Filter verwenden.  Tipps erhält man beim Drohnenkurs für Fotografen und Filmemacher von Stefan Forster: photocube.ch

  • Software zum Schneiden und ColorGrading
    Ein weiterer entscheidender Schritt beim Erstellen eines Filmes ist das geeignete Programm für den Filmschnitt und das ColorGrading. Moderne Drohnen nehmen ihr Filmmaterial im sehr neutralen Farbmodus LOG auf. Auf dem Markt gibt es natürlich viele Programme, die für Schnitt und Grading zum Einsatz kommen. Die drei bekanntesten sind Adobe Premiere, Apple FinalCut sowie DaVinci Resolve. Vor allem Letzteres hat in den letzten Jahren gewaltig an Marktanteil gewonnen, da die Software super intuitiv und einfach ist und die Basisversion kostenlos heruntergeladen werden kann. Wo sich DaVinci Resolve jedoch massiv von seinen beiden Mitbewerbern Premiere und vor allem FinalCut abhebt ist die Color-Grading Möglichkeit. Wer das Grading (Farb- und Helligkeitsentwicklung von Filmmaterial) beherrscht kann aus den LOG Files einer gewöhnlichen Mavic 2 Pro Filmmaterial kreieren, dass selbst Profis kaum von einer Produktionskamera unterscheiden können. Wer sich den Einstieg in DaVinci Resolve vereinfachen möchte ist beim Kurs von Stefan Forster an der richtigen Adresse: DAVINVCI RESOLVE
  • Inspiration aus der Schweiz
    Stefan Forster arbeitet mittlerweile Teilzeit als Drone Operator für grosse Produzenten wie BBC. Sein Filmmaterial ist in vielen Natur-Dokumentationen von BBC im Einsatz (Wild Scandinavia, Stormborne mit Ewan McGregor,…)

    Die Luftaufnahmen von Stefan Forster finden Sie auf seinem Youtube Kanal

 

Weitere Fotokurse & Reisen: www.photocube.ch