meteorologische messungen

dronespotter

  • Berechnung einer numerischen Wettervorhersage
    Für die Vorhersage des Wetters von Morgen verlassen sich moderne Wettervorhersagen auf Wetterdaten von heute. Je besser der Ist-Zustand, also die heutige Wetterlage, bekannt ist, desto zuverlässiger ist der Blick in die Zukunft. Hierfür benötigen Wettermodelle regelmässige Wettermessungen in der Atmosphäre, um sich zuverlässig zu initialisieren. In den letzten Jahren haben vor allem Satellitendaten einen Beitrag zur Verbesserung geleistet. Genaueres Hinsehen zeigt allerdings, dass vor allem die Beschreibung der für Gewitter, Hagel und Nebel wichtigen Peplosphäre, also die ersten 1-2 Kilometer über Grund, an fehlenden Daten leidet. Um dieses Datenloch zu überbrücken werden Wetterballone eingesetzt. Diese messen die Atmosphäre bis zu einer Höhe von 30 km, gehen allerdings in der Regel verloren und sind damit nur einmal einsetzbar. Daher werden Wetterballone nur 1-2 Mal am Tag und nur an speziellen Orten steigen gelassen.
  • Meteodrones® - Die Wetterdrohnen
    Im Gegensatz zu Wetterballons lassen sich kleine unbemannte Drohnen regelmässig mehrmals in der Stunde einsetzen und können zudem im Falle von VTOL Drohnen ihre stationäre Lage halten und driften damit nicht mit dem Wind. So lassen sich die Daten von Auf- und Abstieg der Drohnen zur Auswertung verwenden. Genau für diesen Verwendungszweck bietet Meteomatics zwei Drohnensysteme, die Meteodrones, an. Während die Meteodrone MM-641 klein und schnell ist und auf bis zu 1'500 m AGL fliegt, bietet die MM-670 mit 6'000 m eine wesentlich höhere Reichweite und zudem Beständigkeit auch bei rauem Wetter. Letztere besitzt zur Sicherheit einen unerlässlichen Fallschirm und fliegt sogar bei Icing-Bedingungen. Piloten bekommen Live-Updates der Wetterdaten und der Lage der Drohne per Telemetrie direkt auf ihre Bodenstation und können die Wetterdaten nach dem Flug ganz einfach herunterladen. So ermöglicht Meteomatics eine effektive aber leicht zugängliche Möglichkeit zur Messung von Wetterdaten - fast mit einem Klick (One-Click-Sounding®).
  • Meteorologische Daten in der Wettervorhersage
    Die rohen Wetterdaten werden mit einer Datenrate von 4 – 20 Hz, also mit 4 – 20 Messungen pro Sekunde, aufgenommen. Im Anschluss an einen Flug mit einer Meteodrone werden die Wetterdaten ausgewertet und prozessiert. Dies umfasst das Speichern in verschiedenen Formaten, die es Meteorologen ermöglichen die Daten ganz einfach in ihre jeweiligen Wettermodelle einzuspeisen. Sogar zeitlich aufgelöste Darstellungen sind möglich. Sobald die zusätzlichen Daten in das Modell eingespeist wurden, beeinflussen sie die Qualität der Wettervorhersage in einem Radius von bis zu 50 km vom Startpunkt des Messflugs. Solche Messungen verbessern die Vorhersagen der u.a. für die Luftfahrt so wichtigen Phänomene wie Nebel, Gewitter, icing und Hagel nachweislich enorm. Auch der Schweizer Wetterdienst, die MeteoSchweiz, konnte dies in einer unabhängigen Studie nachweisen. Meteomatics Drohnen gestützte Wettervorhersagen sind frei verfügbar und lassen sich für die Schweiz über die Seite wetter.swiss abrufen.
  • Meteobase – Fernsteuerung von Wettersondierungen
    Wie viele Drohnenpiloten braucht es um die ganze Schweiz mit Meteodrones abzudecken? Dies ist eine spannende Frage, mit der sich Meteomatics in den letzten Jahren eindringlich beschäftigt hat. Die Antwort liegt, einmal mehr, in der Automatisierung und Fernsteuerung der Wetterdrohnen. Ganz genau wie eine Wetterstation fernüberwacht werden kann, um die Daten vom Rechner im Büro aus zu erheben und zu speichern, ist die Idee der nahen Zukunft ein Netz von Meteobases mit Meteodrones zu unterhalten. Diese erheben und übermitteln Daten vollautomatisiert und können vollständig in die U-Space Infrastruktur integriert werden. So wird es bald möglich sein, mehrere Drohnen von einem einzigen Piloten aus der Ferne überwachen zu lassen. Natürlich stütz sich ein solcher Pilot auf Überwachungsdaten des Luftraums und checkt das Wetter vor jedem Flug ab (droneweather.ch). So lässt sich, ähnlich zu Wetterstationen, ein ganzes Netz aufspannen. Eine schweizweite Abdeckung ist also keine Utopie, sondern die Realität von morgen.