retten mit drohnen

dronespotter

  • Wenn der Helikopter nicht in die Luft kann
    Derzeit können in der Schweiz gegen 600 Patientinnen und Patienten pro Jahr wegen schlechten Wetters nicht aus der Luft versorgt werden. Die neu entwickelte Rega-Drohne ist eine Ergänzung zu konventionellen Einsatzmitteln, beispielsweise dann, wenn das Risiko für die Helikopter-Crew aufgrund schlechter Wetterbedingungen zu hoch ist. Sie fliegt ein zuvor festgelegtes Suchgebiet automatisiert ab und kann auch bei schlechten Wetterbedingungen eingesetzt werden.
  • Ausgerüstet mit modernster Technik
    Die Rega-Drohne wird von einer Zweiwellen-Turbine angetrieben und verfügt so auch in grosser Operationshöhe noch über ausreichend Leistungsreserven. Sie erreicht im Einsatz Geschwindigkeiten von bis zu 80 - 120 km/h. Die Rega-Drohne ist mit dem Antikollisionssystem FLARM sowie einem ADS-B Empfänger ausgerüstet. Falls notwendig, passt die Drohne automatisch den Flugweg an, um eine drohende Kollision zu vermeiden. Dank mehreren hochpräzisen, redundanten GNSS-Empfängern, die der Satellitennavigation dienen, fliegt die Rega-Drohne metergenau und selbständig auf einer vordefinierten Route. In einer Flughöhe von rund 80 bis 100 Metern über Grund folgt sie der Topografie des Geländes.
  • Intelligenter Algorithmus zur Personensuche
    Die Signale der Wärmebildkamera und der Kamera im Sichtbereich werden mithilfe eines lernenden Algorithmus kategorisiert. Die Bildbereiche, in denen der Algorithmus aufgrund der Pixelmuster eine Person «vermutet», übermittelt die Drohne an einen Operator am Boden. Die Rega kann im Notfall mit der Drohne auch gezielt nach dem Mobiltelefon einer vermissten Person suchen. Dies geschieht im Auftrag der zuständigen Polizeibehörde.

  • Drohnen-Crew koordiniert mit Einsatzkräften
    Die Rega-Drohne wird stets von einem Zweier-Team gesteuert. Der Drohnen-Operator betrachtet die von der Drohne übertragenen Bilder der Wärmebildkamera und wertet sie aus. Er steht in Kontakt mit der Rega-Einsatzzentrale, und allenfalls mit der Polizei und Bergrettern des Schweizer Alpen-Club SAC, die zu Fuss im Gebiet unterwegs sind. Ein Drohnen-Pilot sitzt während des Suchflugs am zweiten Arbeitsplatz und überwacht die Flugparameter. Starts und Landungen steuert er manuell im Gelände.